Spezialfälle

Steuerbefreiung

Öffentliche Gemeinwesen, Körperschaften und Anstalten

Die öffentlichen Gemeinwesen, Körperschaften und Anstalten des Bundes, der Kantone und der Gemeinden sind steuerbefreit, die Einrichtungen der staatlichen und beruflichen Vorsorge sowie die juristischen Personen, deren Mittel öffentlichen oder gemeinnützigen Zwecken dienen, die kantonalen Kirchen und andere religiöse Institutionen mit Sitz im Kanton Basel-Stadt sind von der Gewinn- und Kapitalsteuer befreit.

Einrichtungen der staatlichen und beruflichen Vorsorge

Die Einrichtungen der staatlichen und beruflichen Vorsorge mit Sitz in der Schweiz sind steuerbefreit. Darunter fallen die Einrichtungen der Arbeitslosenversicherung, der Alters- und Hinterbliebenenversicherung, der Invalididätsversicherung und der sozialen Krankenversicherung. Bei Einrichtungen der beruflichen Vorsorge handelt es sich um Pensionskassen von Unternehmen und um Sammenstiftungen, die dauernd und ausschliesslich der Personalvorsorge dienen.

Juristische Personen mit öffentlichem, gemeinnützigen oder religiösen Zwecken

Juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, die ihre Mittel ausschliesslich und unwiderruflich für öffentliche und gemeinnützige Zwecke einsetzen, oder die kantonalen Kirchen und andere religiöse Institutionen, die kantonal oder gesamtschweizerisch Kultuszwecke verfolgen, sind von der Gewinnsteuer und der Kapitalsteuer befreit. Nicht steuerbefreit sind juristische Personen beim Vorliegen einer unternehmerischen Zielsetzung oder beim Fehlen einer gemeinnützigen Tätigkeit beziehungsweise wenn keine Gemeinnützigkeit besteht, indem die Leistungen nicht der Allgemeinheit, sondern primär den Mitgliedern zugute kommen. Nicht gemeinnützig sind Vereine wie Sportklubs oder Vereinigungen mit ideeller Zielsetzung, die Aktivitäten entfalten, welche der Freizeitgestaltung dienen oder die Pflege der Geselligkeit bezwecken. Die Ausdehnung der Steuerbefreiung auf die Grundstücksteuer von juristischen Personen ist nur möglich für diejenigen Grundstücke, die ausschliesslich und unmittelbar öffentlichen, gemeinnützigen oder religiösen Zwecken dienen.

Antragstellung

Anträge auf Befreiung von den Steuern sind bei der Steuerverwaltung Basel-Stadt einzureichen. Er hat eine ausführliche Begründung sowie die Statuten, allfällige Reglemente und die letzten beiden Jahresrechnungen zu enthalten.

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Steuererleichterung

Neu eröffnete Unternehmen

Für Unternehmen juristischer Personen, die neu im Kanton Basel-Stadt eröffnet werden oder deren betriebliche Tätigkeit wesentlich geändert wird und die dem wirtschaftlichen Interesse des Kantons Basel-Stadt dienen, werden Steuererleichterungen für das Gründungsjahr und die neun folgenden Jahre gewährt. Gesuche sind an den Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt zu richten. Der Regierungsrat setzt in seinem Entscheid die Bedingungen der Steuererleichterungen fest. Der Entscheid des Regierungsrates ist endgültig.

Antragstellung

Anträge um Steuererleichterungen sind an das Finanzdepartement des Kantons Basel-Stadt zu richten. Weitere Anlaufstellen sind die Steuerverwaltung Basel-Stadt, das Wirtschafts- und Sozialdepartement des Kantons Basel-Stadt, die Wirtschaftsförderung der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die Verwaltungen der Landgemeinden Bettingen und Riehen.

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Steuerermässigung

Gemischte Beteiligungsgesellschaften

Ist eine Kapitalgesellschaft oder eine Genossenschaft zu mindestens 20 Prozent am Grund- oder Stammkapital anderer Gesellschaften beteiligt oder macht ihre Beteiligung an solchem Kapital einen Verkehrswert von mindestens CHF 2'000'000.- aus, so ermässigt sich die Gewinnsteuer im Verhältnis des Nettoertrags aus diesen Beteiligungen zum gesamten Reingewinn. Der Ertrag aus einer Beteiligung wird bei der Berechnung der Ermässigung nicht berücksichtigt, soweit auf der gleichen Beteiligung eine Abschreibung vorgenommen wird, die mit diesem Ertrag in Zusammenhang steht. Keine Beteiligungserträge sind Erträge, die bei der leistenden Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft geschäftsmässig begründeten Aufwand darstellen und Aufwertungsgewinne auf Beteiligungen. Kapitalgewinne werden bei der Berechnung der Ermässigung nur berücksichtigt, soweit der Veräusserungserlös die Gestehungskosten übersteigt und sofern die veräusserte Beteiligung mindestens 20 Prozent des Grund- oder Stammkapitals der anderen Gesellschaft ausmacht und als solche während mindestens eines Jahres im Besitze der Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft war. Gemischte Beteiligungsgesellschaften haben zusätzlich zur ermässgten Gewinnsteuer eine Kapitalsteuer von 5.25 Promille des steuerbaren Kapitals zu entrichten.

Holdinggesellschaften

Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und Stiftungen, deren statutarischer und tatsächlicher Zweck zur Hauptsache in der dauernden Verwaltung von Beteiligungen besteht und die in der Schweiz keine Geschäftstätigkeit ausüben, entrichten keine Gewinnsteuer, sofern die Beteiligungen oder die Erträge aus den Beteiligungen längerfristig mindestens zwei Drittel der gesamten Aktiven oder Erträge ausmachen. Erträge aus im Kanton gelegenem Grundeigentum werden zum ordentlichen Tarif besteuert. Dabei werden auch die einer üblichen hypothekarischen Belastung entsprechenden Abzüge gewährt. Von der Ermässigung ausgeschlossen sind Einkünfte, für die eine Entlastung von ausländischen Quellensteuern beansprucht wird und für die der Staatsvertrag die ordentliche Besteuerung in der Schweiz voraussetzt. Holdinggesellschaften haben nur eine Kapitalsteuer von 0.5 Promille des steuerbaren Kapitals zu entrichten. Die ermässigte Besteuerung erfolgt aus Antrag.

Domizilgesellschaften

Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und Stiftungen, die in der Schweiz eine Verwaltungstätigkeit, aber keine Geschäftstätigkeit ausüben (Verwaltungsgesellschaften), oder deren Geschäftstätigkeit überwiegend auslandsbezogen und in der Schweiz lediglich untergeordnet ist (gemischte Gesellschaften) entrichten als Domizilgesellschaften eine ermässigte Gewinnsteuer. Für die Berechnung der Gewinnsteuer gilt, dass Erträge aus massgeblichen Beteiligungen sowie Kapital- und Aufwertungsgewinne steuerfrei sind. Verluste auf Beteiligungen werden nur mit Erträgen aus Beteiligungen verrechnet. Die übrigen Einkünfte aus der Schweiz werden ordentlich besteuert. Die übrigen Einkünfte aus dem Ausland werden nach Massgabe der Bedeutung der Verwaltungstätigkeit beziehungsweise der Geschäftstätigkeit in der Schweiz besteuert. Die steuerbare Quote für Einkünfte aus dem Ausland betragen 0 Prozent für reine Verwaltungsgesellschaften, 10 Prozent für Verwaltungsgesellschaften mit Hilfsfunktionen und 15 Prozent für gemischte Gesellschaften mit überwiegend auslandbezogener Geschäftstätigkeit. Der geschäftsmässig begründete Aufwand, der mit bestimmten Erträgen und Einkünften in wirtschaftlichem Zusammenhang steht, wird von diesen vorweg abgezogen. Der steuerbare Reingewinn für Domizilgesellschaften setzt sich zusammen aus den Erträgen aus schweizerischer Quelle sowie der entsprechenden Quote der Erträge aus ausländischer Quelle gemäss der Spartenrechnung. Bestimmend für den Steuersatz sind die der Besteuerung unterliegenden steuerbaren Erträge.

Die Domizilgesellschaften haben zusätzlich zur ermässigten Gewinnsteuer eine Kapitalsteuer von 0.5 Promille des steuerbaren Kapitals zu entrichten. Die ermässigte Besteuerung erfolgt auf Antrag.

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