Fragen und Antworten

Grundstückgewinnsteuer

Wann muss ich die Grundstückgewinnsteuer bezahlen?

Die Grundstückgewinnsteuer ist 30 Tage nach Zustellung der Veranlagungsverfügung, spätestens aber 90 Tage nach Entstehung des Steueranspruches fällig. Um die Anrechnung eines Belastungszinses zu vermeiden, wird empfohlen, Vorauszahlungen vorzunehmen.

Merkblatt Grundstückgewinnsteuer, 01.08.2015 (PDF, 51 KB)
 

Verkauf geerbter Liegenschaften

Beispiel: Haben Ihre Schwester und Sie eine die geerbte Liegenschaft verkauft, so müssen beide eine Steuererklärung für die Grundstückgewinnsteuer ausfüllen und abgeben.
Dies gilt für alle am Verkauf beteiligten Eigentümer oder Eigentümerinnen.
 

Verkauf von selbst genutzter Stockwerkeigentumswohnung

Steuerbarer Grundstückgewinn: Als steuerbarer Grundstückgewinn gilt die Differenz zwischen den Anlagekosten und dem Veräusserungserlös unter Berücksichtigung des Besitzdauerabzuges. Zur Abgeltung der Besitzesdauer wird ab dem sechsten und für jedes weitere Besitzjahr 3 Prozent, höchstens jedoch 60 Prozent, vom ermittelten Grundstückgewinn abgezogen.

Steuersatz: Der Steuersatz beträgt bei einer Besitzesdauer von weniger als 3 Jahren 60 Prozent des steuerbaren Gewinns und ermässigt sich für jeden weiteren Monat Besitzesdauer um 0.5 Prozent. Ab dem 9. Besitzjahr beträgt er einheitlich 30 Prozent. Bei Gewinnen aus selbst genutzten Wohnliegenschaften wie Einfamilienhäusern und Stockwerkeigentumswohnungen beträgt der Steuersatz unabhängig von der Besitzesdauer 30 Prozent.
 

Veräusserungserlöse

Meine Liegenschaft ist mit einer Hypothek belastet. Kann ich diese vom Veräusserungserlös abziehen?

Nein. Hypotheken haben keinen Einfluss auf die Berechnung des steuerbaren Grundstückgewinnes.
 

Wie werden die Anlagekosten meiner Stockwerkeigentumswohnung ermittelt?

Als Anlagekosten gilt der Einstandswert. Als Einstandswert gilt der Kaufpreis unter Berücksichtigung der mit dem Erwerb verbundenen Kosten und der wertvermehrenden Aufwendungen für Bauten und Umbauten, soweit diese nicht bei der Einkommenssteuer berücksichtigt worden sind. Ist das Grundstück oder die Liegenschaft vor dem 1. Januar 1977 erworben worden, gilt als Einstandwert entweder der Realwert zu diesem Zeitpunkt oder der nachgewiesene höhere Einstandswert. Der Realwert wird von der Steuerverwaltung festgesetzt.

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Handänderungssteuer

Wer bezahlt sie?

Die Handänderungssteuer trägt grundsätzlich der Erwerber (Ausnahme: Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum, bei welchem der Veräusserer die Steuer bezahlen muss).
 

Wie hoch ist der Steuersatz?

Die Handänderungssteuer beträgt 3 Prozent des Kaufpreises, mindestens aber 3 Prozent des Steuerwertes der Liegenschaft bzw. des Grundstückes. In der Praxis vereinbaren die Parteien meist eine Kostenteilung, die für die Steuerbehörde aber nicht bindend ist.

Merkblatt Handänderungssteuer, 10.03.2016 (PDF, 31 KB)
 

Handänderungssteuer

Verkauf einer einer selbstbewohnte Eigentumswohnung verkaufen und Kauf eines Einfamilienhaus - wird sie fällig?

Sofern Sie die Eigentumswohnung während mindestens 6 Jahren selbst bewohnt haben und den Veräusserungserlös innert einjähriger Frist zum Erwerb des Einfamilienhauses innerhalb von Basel-Stadt verwenden, so können Sie ganz oder anteilmässig von der Handänderungssteuer befreit werden.
Das Steuerprivileg setzt die Beachtung von zwei Fristen voraus, die sechsjährige Frist des Selbstbewohnens sowie die einjährige Frist des Ersatzerwerbs innerhalb des Kantonsgebiets.
 

Kauf einer Zweitwohnung in Basel-Stadt - wird sie fällig?

Die Handänderungssteuer ist fällig, denn der Erwerb von Zweitwohnungen ist nicht privilegiert.
 

Beim Umzug aus familiären/beruflichen Gründen und Vermietung der Eigentumswohnung - wird sie fällig?

Eine Nachzahlung ist dann fällig, wenn die Liegenschaft nicht die geforderten sechs Jahre selbst bewohnt wurde. Bei dieser Sechsjahresfrist handelt es sich um eine Mindestanforderung, damit das Steuerprivileg aufrecht erhalten werden kann.
 

Bei vererbten Liegenschaften und Erbteilung - wird sie fällig?

Bei Handänderungen im Rahmen einer Erbteilung fällt keine Handänderungssteuer an.

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